Aus der präimplantologischen Diagnostik (siehe Diagnostik) leiten sich orientierende 2D- oder navigierende 3D-Bohrschablonen ab, die es dem Implantologen ermöglichen, intraoperativ die prothetische Zielvorgabe umzusetzen. Mit ihrer Hilfe kann er eine achsgerechte Positionierung des Implantates und eine systemgerechte Platzierung der Implantatschulter vornehmen.

Diese Bohrschablonen können mittels 3D-Planung zahn-, schleimhaut- und sogar knochengetragen hergestellt werden.


 
Zahngetragene Bohrschablone Broschüre (PDF)

 
Schleimhaut getragene Bohrschablone Broschüre (PDF)


 
Knochengetragene Bohrschablone Broschüre (PDF)

Dabei kommen stereolithographisch gefertigte Kiefermodelle zum Einsatz. Diese erlauben es sogar, einen Zahnersatz zur sofortigen Versorgung präoperativ herzustellen (siehe Prothetik). Der Einsatz der Schablonen trägt durch verkürzten Zeitaufwand und Vermeidung der Deperiostierung erheblich zur atraumatischen Operationstechnik und zur Reduktion der postoperativen Beschwerden bei.
Durch die prothetisch orientierte Rückwärtsplanung können bei vorliegender Atrophie augmentierende Maßnahmen benötigt werden, um überhaupt mit vorhersagbarem Behandlungsergebnis implantieren zu können. Hierfür kommen Operationstechniken mit unterschiedlichen Materialien und Membrantechniken zum Einsatz:

Piezosurgery
offene oder geschlossene Sinusbodenelevationen Bilder zur Sinusbodenelevation (PDF)
Bone Splitting Bilder zu Bone Splitting (PDF)
Bone Condensing und Augmentationen


Darüber hinaus können durch moderne technische Geräte und Laborzentrifugen Thrombozytenkonzentrate hergestellt werden, die, wie auch die Schmelzmatrixproteine, die Wundheilung positiv beeinflussen. Zusätzlich können Eingriffe beim Weichgewebsmanagement, wie Verschiebe- oder Schwenkplastiken, Bindegewebstransplantate und Papillenelevationen im Zusammenhang zur Erzielung einer gewissen Ästhetik notwendig werden. Der Einsatz dieser Techniken bleibt meist dem erfahrenen Spezialisten und Oralchirurgen vorbehalten, kann aber allen im Netzwerk verbundenen Partnerpraxen bei Bedarf vom ISZ Berlin vermittelt werden.